Geschichte im
Ueberblick  


       

Praehistorie  

6000-4000 v. Chr.:  Zahlreiche dokumentierte Funde - Waffen, Werkzeuge. Entwicklung der Toepferei  

Ab 4000 v. Chr.:  Beginn der Metallverarbeitung, Spuren von ersten Handelsbeziehungen und Entwicklung kultischer Schriftzeichen. In der Naehe der heutigen Stadt Varna wird der 6 kg schwere “aelteste Goldschatz der Welt” vergraben - der aelteste Goldschmiedefund

Um 2500 v. Chr:. Weiterer Goldschatz im Donautal, ca. 12 kg.  

           

Die Antike: Thraker, Griechen, Roemer  

Ab 14. Jh. v. Chr.:  Das Volk der Thraker besiedelt die Gebieten rund um das Balkan-Gebirge und expandiert nach Kleinasien und auf die aegaeischen Inseln. Entwicklung der Ackerbau und Viehzucht

Ab 7.Jh. v. Chr.:  Koloniengruendung griechischer Siedlungen an der Schwarzmeerkueste. Reger Handelsaustausch

6. - 3. Jh. v. Chr.:  Bluetezeit der Thrakerkultur. Bau des Thrakischen Grabmals bei Kasanlak (3. Jh., UNESCO-Weltkulturerbe). Gruendung des ersten Thrakischen Staates um das 5. Jh. - das Reich der Odrysen. Aus dieser Zeit stammt der Mythos um den begabten Saenger Orpheus

4. Jh. v. Chr.: Phillipp II. von Mazedonien  und Sohn Alexander der Grosse erobern Thrakien  

2./1. Jh. v. Chr.:  Die Roemer tauchen auch auf der Balkanhalbinsel auf. Eroberung Thrakiens, welches in das Roemische Reich als Provinzen Moesia und Thracia eingegliedert wurde

  

Zeitenwende  

1./2. Jh. n. Chr.:  Bluete der roemischen Kultur. Gruenden von Staedten, Strassenbau, Anlage von Baedern und Kurorten. Thrakische Gladiatoren kaempfen in Rom, thrakische Legionaere dienen im roemischen Heer

4. Jh.: Nach der Teilung des roemischen Imperiums faellt das thrakische Gebiet in den Grenzen des Ostroemischen Reiches - der Byzanz

5./ 6. Jh.: Die Voelkerwanderung erreicht die Halbinsel. Slawische Staemmen siedeln sich beiden Seiten des Balkangebirges an

7. Jh.:  Die Protobulgaren erreichen die Balkanhalbinsel und siedeln sich an der Nordufer der Donau an. Nach mehreren Einfaellen in den damals byzantinischen Gebieten suedlich der Donau, vereinigen sich die Bulgaren mit den ansaessigen slawischen Staemmen

  

Das erste Bulgarsiche Reich (681-1018)  

681: Khan Asparuch gruendet den ersten Bulgarischen Staat mit Haupstadt Pliska. Das Land umfasst den groessten Teil des heutigen Nordbulgariens

8. Jh.: Erweiterung des Territoriums nach Sueden  

Anfang 9. Jh.: Khan Krum erweitert das Territorium und erobert Serdica (Sofia). Erste bulgarische Gesetzgebung

Um 865:  Khan/ Fuerst Boris I. erkennt nach langen diplomatischen Verhandlungen das Christentum als offizielle Religion an. Die Brueder Kyrill und Methodius schaffen das erste slawische Alphabet “Glagolitza”, spaeter entwickelt durch ihren Nachfolgern zu der urspuenglichen Form der heutigen kyrillischen Schrift

10. Jh.:  Zar Simeon der Grosse. “Das goldene Zeitalter” des ersten bulgarischen Reiches. Grosse Erweiterung des Staatsterritoriums - Bulgarien nimmt die ganze Balkanhalbinsel ein. Bluete der bulgarischen Kultur, vor allem Literatur durch die Anerkennung der slawischen Schrift zur offiziellen Schrift des Staates

927 - 1018: Verfall des Reiches unter Zar Peter. Byzanz nuetzt die Schwaeche und erobert weitere Gebiete

1018 - 1185: Bulgarien faellt und bleibt unter Buzantinischer Fremdherrschaft  

   

Das Zweite Bulgarische Reich (1185-1396)  

1185-1187: Der Aufstand der beiden adligen Brueder Peter und Assen fuehrt zur Anerkennung des Bulgarischen Staates seitens Byzanz. Haupstadt wird Tarnovo

13 Jh.:  Unter Ivan Assen II. (1218-1242) erfolgt die groesste territoriale Expansion Bulgariens.  Kurz danach beginnt der Niedergang des Reiches

14 Jh.:  Bluete der bulgarischen Kultur unter Zar Ivan Alexander (1331-1371). Gleichzeitig zerfaellt der Staat in kleinere, Unabhaengigkeit bestrebende Feudalfuerstentuemer. Politische Situation auf der ganzen Halbinsel ist unstabil und die osmanischen Orden erobern die Balkanstaaten einen nach dem anderen

1396: Bulgarien faellt endgueltig fuer die naechsten fuenf Jahrhunderten unter osmanischer Fremdherrschaft

  

Osmanische Zeit  

1396-1878: Die Periode ist in Bulgarien unter dem Begriff “Osmanisches Joch” bekannt. Das Bild dieser Periode ist von mehreren Aufstaenden gepr?t. Mitte des 18. Jh. beginnt die Zeit der bulgarischen Wiedergeburt.  Bulgarien ist Teil von der “Ostfrage”

1878:  Befreiung Bulgariens durch den russischen Imperator Alexander II  

 

Unabhaengigkeit und Monarchie  

1879-1886: Fuerst Alexander I. von Batemberg regiert Bulgarien  

1186-1918: Fuerst Ferdinand I. von Sachsen-Coburg-Gotha wird Regent  

1918-1943: Regentschaft von Zar Boris III.   

1944-1946: Die rote Armee erklaert Bulgarien den Krieg. Die Monarchie wird abgeschaft. Bulgarien wird zur Volksrepublik

  

Die Sozialistische “Episode”  

1946-1989: Eine Periode, die deutliche Spuren in allen Hinsichten hinterlassen hat. Planwirtschaftlicher Ausbau Bulgariens und Aufbau von Industrie

  

Nach 1989: Bulgariens Weg in die Demokratie  

10 Nov 1989: Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei und Staatshaupt Bulgariens Todor Zhivkov wird gestuerzt.

Juni 1990 finden die ersten freien Wahlen statt. Mit langsamen schwierigen Schritten beginnt die Privatisierung des Staateigentums

1993: Bulgarien wird assoziiertes Mitglied der EU  

1999: Waehrungsreform. Feste Orientierung des bulgarischen Lev an der Deutschen Mark und spaeter am Euro

2001: Wahlsieg der Partei »Nationale Bewegung« des frueheren Koenig Simeon II.;

2002: Sozialist G. Parwanow wird Praesident.

2002:  Aufnahme in die NATO  

2005: Ergebnis der letzte durchgefuehrten Wahlen: Regierung der Koalition, der neue Ministerpraesident wird Sergei Stanischev

2007: Aufnahme in die EU